| MO SONDERAUSGABE 9 2003 | |||||||||||||||||||||
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Viele halbseidene "Experten" wollen mit dem Vierventil- Boxer einen schnellen Euro machen. Vater und Sohn Wank setzen dagegen auf seriöses Handwerk. Ihr Tuning ist STARK, SAUBER UND STANDFEST |
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| Seine ersten Tuning-Sporen verdiente
sich Wank senior in den sechziger Jahren als Rennmechaniker von Willi Atterer. Dessen 250er NSU ging nach der Wank'schen Ansaugkanal- Feinbearbeitung dermaßen gut, dass sofort missgünstige 300 ccm-Gerüchte im Fahrerlager kursierten. |
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Nach mehreren Jahren im turbulenten Renn-Zirkus |
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| Jahrgang 1943
und 1971. Wank junior (links) und Wank senior (rechts) |
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Auto zu Boxer. Sohn Thomas, der 1994 jüngster Kfz-Meister der
Innung Augsburg war, bildet |
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| Zum Eingemachten, am Beispiel der
R1150 GS: Geschmiedete Mahle-Kolbenringe, die von Kolbenpapst Wahl exklusiv veredelt und auf minimales Laufspiel ausgelegt werden, sind jeweils knapp 50 Gramm leichter und schaffen ein höheres Verdichtungsverhältnis von 12:1 (original 10,3 : 1). Um ebenfalls rund 50 Gramm werden die Serienpleuel erleichtert, alternativ sind mittels Carillo-Teilen jeweils 100 Gramm Gewichtsersparnis möglich. Eine Kurbelwelle mit 73 mm Hub, wie sie auch bei den Cruiser-Modellen Verwendung findet, wird entsprechend angeglichen und feingewuchtet. Damit ergeben sich exakt 1170 Kubikzentimeter Hubraum. |
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| Klassisches Tuning.
Kurbelwelle mit mehr Hub, Präzisions-Schmiedekolben, größere Ventile, Pleuel und Ventiltrieb erleichtert, spezielle Nockenwellen. Ohne Chip geht beim Einspritzer nichts: Spezial- Eprom. |
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Um die oszillierneden Massen |
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| Original-Ventile
(links) und Wank-Ventile (rechts). Größere Durchmesser, höhere Festigkeit, weniger Gewicht |
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| Nicht
nur zum Angeben. Die dritte Zündkerze an der Zylinderoberseite spielt ihr volles Potential aus |
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| Zündkerze sitzt jeweils eine
kleinere Kerze. Bei den Modellen mit Einfachzündung bis Baujahr 2002 sind dafür pro Zylinder zwei zusätzliche Gewindebohrungen im Zylinderkopf erforderlich, bei den aktuellen Doppelzündern nur jeweils eine auf der Oberseite. |
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| Die zum Patent angemeldete Dreifachzündung stellt das Optimum in Sachen Gemisch- entflammumg dar. Sogar gegenüber der neuen Serien- Doppelzündung konnten die Wanks noch Verbesserungs- potetial entdecken. Denn die Quetschkante am Zylinder- kopf kann die Flammfront nach dem Zünden nur bedingt gleichmäßig über den ge- amten Brennraum verteilen. Mit drei Kerzen hingegen herrscht maximale Zünd- sicherheit bei minimalem ungenutzen Kraftstoffanteil- Stichwort Wirkungsgrad. In Zusammenarbeit mit der Firma RS-Tuning, die sich mit Boxermotoren, allerdings von Porsche, bestens auskennt, wurde auf dem Motoren- |
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| Maximale
Zündsicherheit. Bei Wank werden Einfach- und Doppelzünder- Boxer auf Dreifachzündung umgerüstet |
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| prüfstand mit Wirbelstrombremse
ein spezielles Eprom entwickelt. Die Zünd- und Einspritzkennfelder wuirden hier mit enormem Zeitaufwand in einem gegenüber der Großserie feinerem Raster neu definiert. Neben dem erwünschten Zuwachs bei Drehmoment und Leistung |
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ergeben sich als erfreuliche Begleiterscheinung |
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| Glanzstück.
Der eintragungsfähige Endtopf spart drei Kilo und klingt prima |
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| den ersten Kilometern in Richtung Autobahn fällt auf, wie weich, kultiviert und unangestrengt der Motor läuft. Nach dem Warmfahren heißt es "Drosselklappen auf Anschlag". Jetzt gilt's. | |||||||||||||||||||||
| Den bärigen Schub aus dem Drehzahlkeller kennen wir schon, doch oben raus, wo jede Serien-1150er widerwillig und zäh kurbelt, legt der Wank-Boxer das viel gepriesene, ent- scheidende Brikett nach. Bis über 8000 1/min hält die vitale Drehfreude an. Vibrationen und Geräusche halten sich dabei bis in den Begrenzer bei 8400 1/min auf dem vorbildlichen Niveau eines Honda |
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| Kundenzufriedenheit.
Der Besitzer der getesteten Wank-GS fährt sonst gerne japanische Supersportler. |
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| Varadero-Twins. Vater und Sohn Wank hauchen unserem guten alten Boxer also nicht nur mehr Leben ein, sie bringen ihm auch noch bessere Manieren bei. Spontene Schätzungen belaufen sich auf gute 100 PS, was durch die folgende Topspeed-Performance auf der Autobahn mit über 200 | |||||||||||||||||||||
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echten km/h untermauert und |
An Schub aus
dem Drehzahlkeller mangelt es dem 1150er Boxer bekanntlich nicht. Seine größte Schwäche ist die nachlassende Drehfreude ab zirka 5000 1/min. Zudem stören die unterschiedlich stark ausgeprägten Vibrationen sowie die akustischen Lebensäußerungen der Mechanik. Bei den älteren Einfachzündern kommt das leidige Konstantfahrruckel- Problem hinzu. An all diesen Punkten setzt das Wank-Tuning erfolgreich an. Statt zu ruckeln, legt der getunte Boxer ein unglaublich weiches, geschmeidiges und mechanisch ruhiges Laufverhalten an den Tag. Auch das zornige Ausdrehen bis 8400 1/min erinnert an sportliche V- Twins. Schön zu sehen ist die von 4000 bis 8000 1/min "aufgepumpte" Dreh- momentkurve, die stramme 104 PS ermöglicht. Eine 98 PS-Version ist bereits in Arbeit. |
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Wank-BMW "R1200": |
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| Boxer-Tuning | |||||||||||||||||||||
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R 1200 R: |
Dreifachzündung: | Schalldämpfer: | |||||||||||||||||||
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Hubraumerweiterung auf 1170
ccm mittels 73 mm-Hub- Kurbelwelle, Spezialkolben, Zylinderkopfbearbeitung, größerenVentilen, Überarbeitung desVentiltriebs, spezielle Nocken- wellen, neuer Einspritzsoftware. Preis ca. 5500 €. |
Drei Zünkerzen pro Zylinder, angepasste Einspritzsoftware, Euro 2 - Abgasgrenzwerte werden deutlich unterschritten. Preis ca. 1500 € |
Edelstahl, |
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Text (Maik Schwarz) und Fotos (MIO) mit freundlicher
Genehmigung von
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